GVO - Artikel 37: Brüssel spricht Klartext

Wartungs- und Reparaturarbeiten durch fabrikatsfremde Werkstätten während der Garantiezeit dürfen dir Fahrzeughersteller nach Auffassung der EU-Kommission nicht zum Anlass nehmen, um Garantieleistungen zu verweigern.

In seiner Antwort auf eine entsprechende Anfrage des ZDK-Vorstandes stellte Sven Norberg,
Direktor der Generaldirektion Wettbewerb bei der EU-Kommission, klar, dass sich die Frage 37
der Leitlinien zur GVO eindeutig auf die Garantie und nicht auf die gesetzliche Sachmängelhaftung bezieht.

Auch im Falle einer "erweiterten Gewährleistung" (z.B. Durchrostungs- oder Mobilitätsgarantie) dürfe das Recht des Verbrauchers, sich für eine unabhängige Werkstatt zu entscheiden, nicht eingeschränkt werden.

Wichtige Passagen des Briefes aus Brüssel im zusammenfassenden Wortlaut:
1. Die Ausführungen unter Frage 37 beziehen sich ausschließlich auf die Herstllergarantie;
nicht dagegen auf die Sachmängelhaftung des Verkäufers.
2. Mit den "erweiterten Gewährleistungen", die insbesondere von der Kommission missbilligt werden, sind solche Formen der Herstellergarantie gemeint, die über die zweijährige Sachmängelhaftung des Verkäufers hinausgehen, und zwar entweder zeitlich (z.B. zehn Jahre Durchrostungsgarantie) oder von der Leistung her (z.B.Mobilitätsgarantie).